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Klarer Sieg für Öhmann
Coesfeld. Heinz Öhmann strahlt. Er hat es geschafft. Nicht knapp, kein Kopf-an-Kopf-Rennen. Er hat sogar die absolute Mehrheit geholt. 53,4 Prozent der Stimmen vereint er auf sich - und bleibt somit Bürgermeister. Der von Pro Coesfeld unterstützte Einzelbewerber Ralf Groß-Holtick aus Velen kommt auf 34,6 Prozent, Heinz Schürhoff (SPD) auf 12,1 Prozent. "Mein Ziel war es zu gewinnen", so Heinz Öhmann gestern im Rathaus, wo die Ergebnisse von etlichen Bürgern verfolgt werden.
"Ich habe heimlich gehofft, dass ich deutlich gewinne. Aber dass es so deutlich ist, damit habe ich nicht gerechnet." Einen Grund für das gute Ergebnis sieht er in der Entwicklung der Stadt. "Ich glaube, ich habe eine gute Bilanz vorzuweisen", meint er und beeilt sich zu sagen, dass er das nicht alleine gewesen sei. Das Team in der Stadtverwaltung, die Beschlüsse des Rats. . . "All das hat dazu beigetragen."
Ralf Groß-Holtick steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Die Stimmung in der Bevölkerung war gefühlsmäßig für einen Wechsel", sagt er. "Aber es hat nicht geklappt." Seine Frau und seine Kinder legen immer wieder tröstend die Hände auf seine Schulter, umarmen ihn, als klar ist, dass er es nicht mehr schaffen wird. Was der bisherige Bürgermeister von Velen jetzt machen wird? "Das weiß ich noch nicht. Ich habe wirklich keinen Plan B. Ich werde das in Ruhe überlegen." Dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegegeben hätte, darauf hatte Pro Coesfeld gehofft. "Und dass es vielleicht für Groß-Holtick gereicht hätte", sagt Thomas Pago von der Wählergemeinschaft.
Enttäuscht ist auch Horst Schürhoff. "Ich hatte mir so 20 Prozent erhofft", erklärt er. Auch die Verluste bei der Ratswahl bedrücken ihn. "Aber man muss das respektieren", meint Schürhoff. Wir werden in Coesfeld weiterhin für eine gute Sozialpolitik sorgen."
Es gibt viel Beifall in der Nacht im Rathaus, als die letzten Wahlbezirke ausgezählt sind. Jubel für Öhmann. Händeschütteln. Gratulation.
Beigeordneter Thomas Backes freut sich, dass in der Verwaltung der bisherige Chef bleibt. "Die Zusammenarbeit in den letzten Jahren war super."
VON VIOLA TER HORST, COESFELD
31 · 08 · 09








