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Bahr begeistert von Frühchenstation

Bundesgesundheitsminister Bahr (2.v.r.) in der Frühchenstation mit Dr. Gerleve (r.), Dr. Jaspers (l.), Bürgemeister Öhmann (M.) und Henning Höhne (2.v.l.). Foto: hjb
Bundesgesundheitsminister Bahr (2.v.r.) in der Frühchenstation mit Dr. Gerleve (r.), Dr. Jaspers (l.), Bürgemeister Öhmann (M.) und Henning Höhne (2.v.l.). Foto: hjb

Coesfeld. Das ist da schönste Echo für einen Minister, wenn einem Mütter immer wieder sagen, wie gut sie hier versorgt werden und wie wohl sie sich hier fühlen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) stattete gestern auf Einladung von Bürgermeister Öhmann dem St.-Vincenz-Hospital einen Besuch ab. Anlass war, dass die Frühchenstation der Kliniken vor einigen Wochen wegen einer drohenden Schließung für Schlagzeilen gesorgt hatte. "Hier wird sehr sehr viel getan für die Mütter und die Frühchen", stellte Bahr anerkennend fest, nachdem er das Perinatalzentrums mit der Kinderintensivstation und Frauenklinik besichtigt hatte.

Öhmann bezeichnete den Besuch von Bahr, der mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Jörg Wischinski und dem FDP-Kreisvorsitzenden Henning Höhne angereist war, als eine "Anerkennung der regionalen Versorgung". Bahr habe seinen Besuch zuvor schon einmal absagen müssen. "Jetzt ist das Risiko der Schließung ja nicht mehr akut", so Öhmann. Mit seinem Besuch habe er zudem den Fokus auf ein Haus gerichtet, das als Gesundheitszentrum erhalten werden müsse. "Eine Wertschätzung von Patienten und Medizin", freute sich Dr. Hubert Gerleve, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik.

Norbert Helming nutzte als Geschäftsführer der Kliniken die Gelegenheit, dem Minister den Fusionsprozess mit Dülmen und Nottuln zu den Christophorus-Kliniken zu erörtern. Da sei eine Summe von 70 Millionen zu stemmen, nicht zu vergessen die Zinsen. Und die Banken, die mit am Tisch säßen, würden schon sehr genau auf gute Ergebnisse achten. Das sei schon ein dickes Brett, das man da bohre, so Helming. Vor allem mit Blick auf die 2,5 Millionen-Lücke zwischen Kosten und Erlösen, die man gerade durch Mehrarbeit zu schließen versuche. "Da arbeitet die Politik nicht immer für uns", fand Helming. Nach "Politik" würden die Banken aber nicht fragen.

VON HANS-JÜRGEN BARISCH

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