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Bürgermeister kämpfen für Notfallpraxis
Coesfeld. Nun gibt es Gegenwind gleich aus mehreren Orten für die geplante Verlagerung der Notfallpraxis wochentags nach Dülmen. Bürgermeister Heinz Öhmann äußert mit seinen Amtskollegen Marion Dirks (Billerbeck), Franz-Josef Niehues (Rosendahl), Hubert Effkemann (Gescher) und Dr. Schulze-Pellengahr (Velen) in Briefen an das Gesundheitsministerium NRW und die kassenärztliche Vereinigung Unverständnis. Die Forderung der Bürgermeister sei, so Öhmann gestern Abend im Hauptausschuss, dass auf alle Fälle zusätzlich zum Wochenende auch mittwochs und freitags eine Notfallpraxis in der Kreisstadt Coesfeld vorgehalten werden müsse. Der Hauptausschuss verabschiedete am späten Abend noch eine Resolution.
Nach den Plänen der kassenärztlichen Vereinigung müssen, wie berichtet, Betroffene ab Februar werktags im Notfall nach Dülmen fahren. Nur noch am Wochenende bleibt die Notfallpraxis beim St. Vincenz-Hospital in Coesfeld geöffnet. Der Kindernotdienst ist davon allerdings nicht betroffen. Die kassenärztliche Vereinigung begründet die Pläne damit, dass werktags kaum Betroffene die Notfallpraxis aufgesucht hätten. Es sollen Kosten gespart werden.
Öhmann führt in seinem Brief an, dass die Qualität der Versorgung in Coesfeld durch die Verzahnung von allgemeinem und kinder- und jugendärztlichem Notdienst hervorragend sei. Und mittwochs und freitags werde das Angebot besonders stark in Anspruch genommen, hält er dagegen. "Schließlich sind an diesen Tagen ein beachtlicher Teil der allgemeinmedizinischen Praxen geschlossen oder bieten nur verkürzte Sprechzeiten an."
Auch seien die Nahverkehrsverbindungen aus Billerbeck, Rosendahl, Gescher und Velen auf die Kreisstadt ausgerichtet, sagt Öhmann.
Die Bürgermeister bedauerten zudem die "mangelhafte Kommunikation" durch die Kassenärztliche Vereinigung. "Selbst der Coesfelder Ärztering ist offiziell nicht beteiligt worden."
VON VIOLA TER HORST, Allgemeine Zeitung Coesfeld







