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"Bürgerwindkraft schaffen"
Coesfeld. Zusätzliche und größere Windkrafträder werden wohl schon in Kürze das hiesige Landschaftsbild noch stärker prägen als bisher. Im Gespräch mit unserer Zeitung macht Bürgermeister Heinz Öhmann klar, dass sich die Stadt der umweltfreundlichen Entwicklung nicht verschließen sollte. Land und Bund haben deutlich gemacht, woher der Wind künftig weht. Die Signale stehen auf Ausbau der Windenergiegewinnung im dafür günstig gelegenen Münsterland. Und Investoren halten bereits ihre Nase in den Wind. "Uns liegen bereits fünf Anfragen für neue Windkrafträder vor", bestätigt Öhmann. Er kann sich sogar vorstellen, "eine Bürgerwindkraft-Beteiligung zu schaffen".
Da die Kapazitäten der bestehenden Vorranggebiete bereits ausgeschöpft sind, bleiben nur zwei Möglichkeiten: mehr Fläche schaffen und/ oder leistungsstärkere Anlagen erlauben. Nach Einschätzung des Verwaltungschefs sollte die Stadt beides tun - allerdings in Maßen. Denn eines ist Öhmann besonders wichtig: dass die Stadt nicht von oben aufgedrückt bekommt, wo neue Windkraftanlagen hinzustellen sind. "Das kommunale Planungsrecht muss auch beim gewünschten Ausbau der Windkraft-Felder bestehen bleiben."
Dass Coesfeld sich dabei durchaus nicht gegen den Wind stemmt, zeigen die schon heute übererfüllten Vorgabequoten. "In Spitzenzeiten erzeugen wir hier mit Solar- und Windkraftanlagen schon 25 Prozent unseres Energiebedarfs."
Laut Öhmann könnten zu den Windfeldern in Lette, Flamschen, Sirksfeld und Harle Bereiche in Stevede und Klye (Richtung Gescher) dazu kommen. Er geht davon aus, dass die Räder dann bis zu 220 Meter hoch im Himmel kreisen, weil dort die Winde günstiger wehen. Dabei stellt Öhmann sich vor, dass Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger an der Wind-Energiegewinnung geschaffen werden. Wie das konkret aussehen könne, müssten entsprechende Verhandlungen ergeben.
AZ 03.09.2011 VON UWE GOERLICH








