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Investoren von nah und fern

Streiflichter Ausgabe Coesfeld vom 1. Febr. 2012
Streiflichter Ausgabe Coesfeld vom 1. Febr. 2012

Coesfeld. Auf der Immobilienmesse Expo Real in München haben sie sich das erste Mal getroffen - die Vertreter der Stadt Coesfeld und der landeseigenen Wirtschaftförderungsgesellschaft NRW.Invest. Am gestrigen Vormittag gab es dann nach eineinhalb Jahren ein Wiedersehen und das natürlich am Ort des Geschehens - dem Industriepark Nord.Westfalen auf dem ehemaligen Kasernengelände in Flamschen. Sie waren gekommen, um sich über die aktuelle Entwicklung vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Und dieser fiel durchaus positiv aus.

Bürgermeister Heinz Öhmann, Stadtbaurat Thomas Backes sowie Helmut Sunderhaus und Annette Görlich von der Stadt luden die Besucher aus der Landeshauptstadt zu einem Rundgang ein, mit dem primären Ziel, Größe und Profil des Industrieparks auf Landesebene bekannt zu machen.
?Mitte des Jahres können wir weitere hochwertige Industrieflächen anbieten. Von der Zusammenarbeit versprechen wir uns Kontakte weit über Westfalen hinaus?, erläutert Backes, der auch Geschäftsführer der die Flächen vermarktenden Stadtentwicklungsgesellschaft ist.

"Wir wollen Investoren an diesen Standort locken", betonte Michael Kordus, Bereichsleiter der NRW.Invest für den Länderbereich USA, Kanada und Europa. "Drei Faktoren spielen dafür eine entscheidende Rolle: Verfügbarkeit, Flexibilität, Kurzfristigkeit." Letztendlich hat der Investor natürlich das letzte Wort über den Standort. "Wir kennen die Bedürfnisse der Unternehmen bei einer Ansiedlung genau. In den letzten Jahren sind mit unserer Hilfe durchschnittlich 100 Unternehmen pro Jahr in NRW neu angesiedelt worden."

Bei der gestrigen Tour über das 55 Hektar große Gelände erklärte Öhmann das Gesamtkonzept, in das die Gestaltung einer elf Hektar großen Ausgleichsfläche als Grüne Mitte eingebunden ist. Beeindruckt vom einzigartigen Profil des Standortes zeigte sich Anja Kühlkamp, Bereichsleiterin Gewerbeflächenmarketing bei NRW.Invest. "Es ist beeindruckend, welche Entwicklung das Kasernengelände innerhalb von wenigen Jahren genommen hat." Insgesamt sind nun elf Betriebe und rund 140 000 Quadratmeter Industriefläche verkauft. 150 Arbeitsplätze sind dort entstanden. "Weitere vier Betriebsansiedlungen bereiten wir zurzeit vor. Wir führen zum Beispiel konkrete Verhandlungen mit einer Druckerei und einem Metallbaubetrieb", verriet der Bürgermeister.
Die Vorreiterrolle hatte im Jahr 2009 die Firma Krampe Kipper übernommen, die sozusagen der Motor im Industriepark war und immer noch ist. "Wir haben hier fantastische Arbeitsbedingungen und wollen weiter investieren", zog Geschäftsführer August Krampe gestern ein sehr positives Zwischenfazit seiner Expansion. Krampe produziert übrigens moderne Fahrzeuge für die Landwirtschaft auf zehn Hektar mit einer eigenen Lackiererei. Im Zuge der Erweiterung hatte er bereits neue Arbeitsplätze geschaffen und von 45 auf 87 Mitarbeiter aufgestockt.
Damit nicht genug: Gespräche gab es gestern auch mit Unternehmern wie Roger Boeing, Geschäftsführer der Gelsenkraft GmbH. Das Unternehmen ist erst im Januar in eine ehemalige Werkhalle eingezogen. Und so soll sich die Entwicklung auch in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren fortsetzen. "Wir haben keine protzigen Erwartungen und wollen Stück für Stück weitermachen", so Öhmann abschließend.

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