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"Rund um die Uhr, jeden Tag - selbst, wenn es mal laut wird"
Herr Öhmann, ist das Projekt "Industriepark Nord-Westfalen" so ambitioniert wie der Name klingt?
Der Name drückt sicher auch unseren Anspruch aus, vor allem aber, was Flamschen tatsächlich ist: das einzige Industriegebiet dieser Art und Größenordnung zwischen Recklinghausen und Lingen. Außerdem entsteht mitten zwischen den zu veräußernden Gebäuden ein Naturschutzpark, so dass der Name nicht treffender gewählt sein könnte.
Was genau ist so besonders am Areal der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne?
Im Industriepark Nord.Westfalen darf rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr produziert und gearbeitet werden ? selbst, wenn es einmal laut wird. Das ist einzigartig in der Region. Möglich wird das durch die Lage, die uns ? zugegebenermaßen ? vor dem Kauf skeptisch stimmte: Flamschen liegt etwa vier Kilometer vor den Toren der Stadt. Heute wissen wir, dass das eine Stärke ist, denn das Gelände ist von vier Autobahnausfahrten binnen acht bis 15 Minuten zu erreichen ? und das ohne Ortsdurchquerung.
Welche Bilanz ziehen Sie nach einem Jahr?
Als der letzte Soldat die Kaserne verließ, hatte sich bereits der Fahrzeug- und Metallbauer Krampe zehn Hektar gesichert. Ohne aktive Akquise haben wir schon drei Gebäude verkauft. Zwei weitere stehen kurz vor der Veräußerung. Die Biogasanlage zur Strom- und Wärmeerzeugung wird laut Betreiber BeCoe GmbH & Co. KG in den nächsten Wochen gebaut. Dort, wo die ?Grüne Mitte?, das Naturschutzgebiet im Zentrum des Industrieparks, entstehen soll, werden dieser Tage die ersten Gebäude abgerissen, und die Modellierung einer Geländeteilfläche soll, ebenso wie die Straßenbauarbeiten, im Mai abgeschlossen sein.
Welche Ansiedlungsoptionen gibt es?
Mehrere Produktionshallen mit 500 bis 2.250 Quadratmetern sind bezugsfertig; Strom, Wasser und Telefon sind kurzfristig verfügbar. Außerdem stehen weitere 35 Hektar zum Verkauf. Die darauf stehenden Gebäude können genutzt oder abgerissen werden. Bei Grundstückszuschnitten und Bebauung sind wir sehr flexibel. Auf der rund vier Hektar großen Fläche am Eingang des Industrieparks stellen wir uns ein repräsentatives Gebäude vor ? gerne mit zukunftsweisender Architektur.
Für welche Unternehmen ist der Industriepark besonders interessant?
Grundsätzlich für alle, die durchgehend produzieren wollen und dabei auch laut werden. Aufgrund der sonstigen Branchenstruktur können wir uns vorstellen, dass Unternehmen, die im weitesten Sinne mit Lebensmitteln und Landwirtschaft zu tun haben, sich hier besonders wohl fühlen. Das können verarbeitende Betriebe, aber auch Maschinenbauer, Labore oder Händler mit einem Kühllager sein.
Interessant für Unternehmer dürfte auch die Kooperation der Fachhochschule Münster mit dem neuen Coesfelder Kompetenzzentrum sein: In drei Unternehmen haben Studenten bereits Produktionsabläufe analysiert und optimiert. Das Regionalzentrum der Fern-Uni Hagen betreut derzeit rund 3.000 Studierende von unserer Stadt aus und bildet damit hochqualifizierte Arbeitskräfte für die Region aus.
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