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Schulstart für 360 I-Dötzchen

Beilage der Allgemeinen Zeitung Coesfeld
Beilage der Allgemeinen Zeitung Coesfeld

Zur Laurentiusschule wechseln nicht nur die frischen Erstklässler, sondern auch die Zweit-, Dritt- und Viertklässler der mittlerweile aufgelösten Grundschule "Kardinal-von-Galen-Schule Goxel". Parallel setzt sich die Erfolgsgeschichte der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen fort. Seit dem Schuljahr 2005/06 hat sich die Zahl der Kinder von 146 über 203, 238 auf 263 im Jahr 2008 gesteigert. Wir haben Bürgermeister Öhmann gefragt, wie er die weitere Entwicklung der Schülerzahlen und der Ganztagsbetreuung einschätzt und was es sonst an Neuigkeiten im Bereich Bildung, Bildungsstadt Coesfeld gibt.

fityourkid (Beilage der AZ-Coesfeld): Herr Öhmann, erwarten Sie weitere Rückgänge bei den Schülerzahlen?
Nach unseren Prognosen sinkt die Zahl 2010/11 auf 325, dann steigt sie urzfristig wieder auf 357, um dann im Schuljahr 2013/14 auf 304 zu fallen. In den nächsten vier bis fünf Jahren rechnen wir also mit einem weiteren Rückgang um bis zu 60 Schülerinnen und Schüler. Nicht nur vor diesem Hintergrund halte ich die Konzentration auf sechs städtische Grundschulstandorte für die richtige
Entscheidung. Jede Grundschule kann sich so spezialisieren, Ganztagsbetreuung anbieten und differenzierte Angebote entwickeln. Im Übrigen zeigt die aktuelle Geburtenentwicklung, dass eine Trendwende zu mehr Kindern bislang nicht eingetreten ist. 

fityourkid: Schulanfang heißt auch ein neuer Schulweg für die 360 I-Dötzchen. Was tut die Stadt, um hier für Sicherheit zu sorgen?
Wir arbeiten eng mit den Schulen zusammen, zum Beispiel bei der Aktion Kinderfüße?, bei der die sicheren Querungsstellen mit gelben und roten Kinderfüßen markiert werden. Die gelben Füßchen führen auf die ausgewählten
Querungsstellen zu. Die roten Füßchen bedeuten: ?Hier musst du anhalten, nach rechts und links schauen und aufmerksam den Verkehr beobachten?. Außerdem legen wir in diesem Jahr einen Schulwegführer mit dem Titel ?Mein sicherer Schulweg? auf und beginnen hier mit der Laurentiusschule. Das Faltblatt begleitet die Kinder auf ihrem Schulweg und spricht sie kindgerecht in ihrer Erlebniswelt an. An der Laurentiusschule ist auch die Haltestelle vor
das Pfarrheim bzw. vor das Brauhaus verlegt worden, so dass die Schulkinder ohne Querung einer Straße oder des Parkplatzes zur Schule bzw. zum Bus kommen können. Im nächsten Jahr soll dort auch eine Bus-Wartehalle errichtet
werden. Generell ist die Schulwegsicherung eine ständige und wichtige
Dauer-Aufgabe, die im Rathaus im Fachbereich Bürgerservice und Ordnung das gesamte Jahr über intensiv verfolgt wird, in enger Absprache mit der Kreispolizeibehörde.


fityourkid: Wird der Ganztagsbedarf weiter steigen?
Ja, in welchem Grad genau ist aber schwer einzuschätzen. Letztlich ist es eine individuelle Entscheidung der Eltern, wie und in welcher Form ihr Kind gefördert
und betreut werden soll. Mir ist es wichtig, die Wünsche der Eltern und damit den von ihnen geäußerten Bedarf zu decken und ein breit gefächertes und qualitativ gutes Schulangebot vorzuhalten. In diesem und im nächsten Jahr
investieren wir in die Schulen fast 9,5 Mio. ?, um Mensen und Aufenthaltsräume zu errichten, Modernisierungs- sowie Sanierungsarbeiten in den Schulgebäuden
zu leisten. Mit der künftigen Ganztagsrealschule und der Möglichkeit, in Kürze auch in allen weiterführenden Schulen ein Mittagessen einzunehmen, sind
wir sehr gut aufgestellt. Für die Ausstattung unserer weiterführenden Schulen im Ganztagsbereich erwarten wir außerdem eine weitere Landesförderung von
rd. 200.000 ?. Diese gute Nachricht habe ich diese Woche aus Düsseldorf erhalten. Sie zeigt erneut, dass wir die Fördertöpfe auch zugunsten unserer Kinder im Blick haben.


fityourkid: Herr Öhmann, Sie sind Schirmherr von ?komm auf Tour!?, einem Orientierungsprojekt für Haupt-, Gesamt- und Förderschülerinnen und -schüler. Sie haben sich dafür stark gemacht, das Projekt nach Coesfeld zu holen.
Weshalb war Ihnen das so wichtig? ?komm auf Tour ? Meine Stärken, meine Zukunft? bietet Siebt- und Achtklässlern vor der Praktikums- und  Bewerbungsphase Orientierungshilfen. Es ist so überzeugend, weil es in der Erlebniswelt der Jugendlichen ansetzt. Sie durchlaufen aktiv den besonderen
Erlebnisparcours und bekommen eine sofortige Rückmeldung über ihre Stärken. Sie setzen sich spielerisch, aber aktiv mit ihren Lebensund Berufsvorstellungen auseinander. Dabei sind auch die Lehrkräfte und Eltern sowie viele Beratungs dienste aus unserer Stadt einbezogen. Dieses integrative und vernetzte
Konzept der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion NRW und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW ist klasse. Es freut mich sehr,
dass das Projekt mit unserer Unterstützung vom 25. bis 27. August in der Bürgerhalle durchgeführt wird. Ich danke allen Beteiligten sehr für ihren Einsatz!
Im Übrigen unterstreicht dieses gut vernetzte Projekt auch die Stärke des Bildungsstandortes Coesfeld. Es passt hervorragend zu unseren Anstrengungen, den Schülerinnen und Schülern zum Beispiel mit Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Betrieben rechtzeitig eine berufliche Perspektive zu bieten.

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