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Kompetenzzentrum Geschäftsprozessmanagement der Fachhochschule Münster
Das chinesische Schriftzeichen für Krise besteht aus zwei Teilen: der eine Teil symbolisiert Gefahr, der andere Teil symbolisiert Chance. D.h. eine Krise ist eine gefährliche Chance. Unsere Fachhochschul-Initiative war zunächst eine Niederlage, eine Krise im Bewerbungsverfahren um einen Fachhochschulstandort Münster/Coesfeld.
Der anvisierte Fachhochschulstandort mit Dependance Coesfeld sollte folgende Ziele erreichen:
1. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der Region.
2. Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.
3. Bindung qualifizierter Arbeitskräfte in der Region.
Wenn man uns Westfalen insbesondere uns Münsterländer eine gewisse Sturheit nachsagt, so kann man diese auch als Beharrlichkeit, Verbindlichkeit und Prinzipientreue bezeichnen. Als wir von Düsseldorf nicht unterstützt wurden, haben wir auf unsere weitblickenden, dem Standort eng verbundenen Unternehmen vertrauen dürfen. Wir haben unsere Chance gemeinsam genutzt.
Heute ist ein guter Tag. Wir eröffnen - für die Menschen in der Region sichtbar - das Kompetenz-zentrum für digitales Geschäftsprozessmanagement am Studienort der FH Münster in Coesfeld.
Hier im Stadtschloss gelingt es nun, Bildung auf Hochschulniveau im engen Schulterschluss mit Unternehmen aus der Region Coesfeld anzubieten. Der Standort im energetisch sanierten Stadtschloss mitten in der Coesfelder City ist dafür ideal. Unser gemeinsames Ziel ist es, Führungskräftenachwuchs auf Hochschulniveau zu rekrutieren; Theorie und Praxis eng zu verzahnen. Heute ist also auch ein Tag der hohen Erwartungen. Die Stifterunternehmen erwarten
- zeitnah Know how, auf Hochschulniveau zu erhalten
- konkrete Bezüge, ja Lösungen für ihre jeweiligen betrieblichen Fragestellungen
- Studierende in Problemlösungsprozessen kennen zu lernen, um so früh Nachwuchs zu rekrutieren
- Aber auch mittel- bis langfristig eine Etablierung des Studienortes Coesfeld der FH Münster
Die Fachhochschule erwartet
- betriebliche Praxisprojekte auch zur Stärkung der Hochschule
- eine Weiterentwicklung der Verzahnung der Lehre in der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen
- in gewisser Weise vielleicht sogar einen Modellcharakter, den dieses Kompetenzzentrum mit Hilfe aller Beteiligter darstellen kann.
Auch ich habe zusammen mit Rat und Verwaltung der Stadt Coesfeld Erwartungen, meine Damen und Herrn.
Ich persönlich erwarte
- eine Stärkung des Bildungsstandortes durch ein weiteres Hochschulangebot in Coesfeld ergänzend zum Studienzentrum der Fernuniversität Hagen im WBK
- eine Abfederung des zu erwartenden Nachwuchsproblems in der Region Coesfeld
- und letztlich eine Stärkung der heimischen Wirtschaft.
Meine Hoffnung ist es, dass Coesfeld in wenigen Jahren beim Thema Geschäftsprozessmanagement als das allseits anerkannte Kompetenzzentrum in der Hochschullandschaft gilt und der Standort Coesfeld mit verschiedenen Instituten oder An-Instituten angereichert ist.
Ob diese Erwartungen erfüllt werden, liegt letztlich an uns allen. Jeder muss seinen Beitrag leisten, seine Kompetenz und Erfahrung einbringen. Ich glaube, was wir heute brauchen, ist ein Vorschuss an Vertrauen. Auch eine Portion Neugierde und Zukunftsfreude: Hier gelingt etwas in dieser Form Einmaliges, Zukunftsweisendes!
Bei allen Unternehmen, die mit ihren Zusagen maßgeblich zur heutigen Eröffnung des Kompetenzzentrums beigetragen haben, möchte ich mich herzlich bedanken.
Dies gilt für Ihr Engagement, für Ihre Bereitstellung von Stiftungslehrstühlen. Der Dank gilt somit:
- der Dornieden GmbH Anlagentechnik,
- der d.velop AG aus Gescher,
- der German Assistance Versicherung AG,
- den Hupfer Metallwerken GmbH &. Co. KG,
- der Maschinenbau Scholz GmbH &. Co. KG,
- Parador GmbH &. Co. KG,
- der Schönox GmbH aus Rosendahl,
- der Sparkasse Westmünsterland
- den Stadtwerken Coesfeld GmbH,
- der VR-Bank Westmünsterland eG,
- dem Naturkosthändler Weiling
- sowie vor allem der EHG Service GmbH.
Um den Prozess der Rekrutierung von Professoren für das neue Kompetenzzentrum zügig und effizient gestalten zu können, sind die Stifterunternehmen in kompetenter Weise durch Herrn Hans-Dieter Ernst, Sprecher für die Ernsting Holding, und Herrn Helmut Schumacher, Geschäftsführer der Hupfer Metallwerke, vertreten gewesen. Sie haben drei Hoffnungsträger ausgewählt: Prof. Torben Bernhold, Prof. Kai Hellmich und Prof. Marcus Seifert. Für das außerordentliche Engagement der Stifter herzlichen Dank. Von den Stiftungsprofessoren erwarten wir für die Zukunft besonderes Engagement und wünschen viel Erfolg.
Starke Wirtschaftspartner sind für eine Hochschule in Forschung und Lehre, aber auch als
Und wenn die ersten Studierenden mit Coesfeld-Bezug ihr Examen ablegen, wird unser Kompetenzzentrum vielleicht schon Modellcharakter, zumindest aber Vorbildwirkung haben.
Der Sturheit oder nennen wir es Beharrlichkeit und Prinzipientreue der Coesfelder Westfalen sei Dank. Auf diesen Moment freue ich mich heute schon.
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