Sie befinden sich hier: Reden /
Schlussstein zur Veränderung
900 qm für die Menschen. 900 qm für gelebtes Christsein; in Chören, Jugendgruppen, in der kfd, in Familienkreisen wie im Sozialbüro und in der Bücherei. Heute ist ein großartiger Tag für die Kirchengemeinde Anna Katharina.
Wir haben eben das neue Pfarrheim mit der Schlusssteinlegung eingeweiht.
Das neue Zentrum steht aber noch für viel mehr: Es ist der Mittelpunkt einer jungen Gemeinde, die noch weiter zusammenwächst. Schließlich haben sich erst vor dreieinhalb Jahren die Pfarrgemeinden St. Laurentius, St. Ludgerus, Herz Jesu Goxel und St. Joseph Stevede zusammengeschlossen, haben fusioniert.
Es ist ein schwieriger, bisweilen schmerzlicher Prozess, Antworten auf die Umbrüche in der religiösen Landschaft zu finden.
Wem fällt es schon leicht, sich von Dingen zu verabschieden, mit denen man aufgewachsen ist?
Wer nimmt leichten Herzens Abschied von Räumen, Wegen, Gemeinschaften, in denen wir uns beheimatet fühlen?
Mich erinnern die Diskussionen in fast allen Kirchengemeinden teilweise an die Notwendigkeit zur Neuordnung der Grundschulen vor acht Jahren. Das war ebenfalls schwierig und schmerzlich, auch wenn die Sachargumente eindeutig für die Schließung der drei Grundschulstandorte gesprochen haben.
Es fällt uns Menschen nicht immer leicht, Veränderungen anzunehmen oder sie selbst mitzugestalten. Dabei wissen wir auf der anderen Seite, dass wir ohne Veränderungen nur auf der Stelle treten würden. Entwicklung und Wachstum wären unmöglich.
Was hat zum guten Gelingen der Fusion zur Anna-Katharina-Gemeinde beigetragen? Ich glaube nicht nur der verbindende Name unserer Seligen Anna Katharina; es ist zu einem großen Teil dieses Gemeinschaftsprojekt. Das symbolisch wird im neuen Pfarrzentrum. Das ist das Herz der Anna-Katharina-Gemeinde.
Es war eine Aufgabe für alle Gläubigen, sich einzubringen, zu planen, den Bau zu begleiten. Jetzt erinnert die Ludgerus-Kapelle als Werktagskirche und Meditationsraum an die Ludgerikirche, deren Umgestaltung zu einem weltlichen Areal das Ende eines umfassenden Veränderungsprozesses darstellt.
Sehr herzlich gratuliere ich allen, die auf diesen Erfolg stolz sein dürfen.
Das neue Zentrum ist ein modernes Gebäude, auch energetisch betrachtet; es fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Vom Architektonischen und Städtebaulichen her kann man es zweifellos als gelungen bezeichnen. Es zieht mit seiner sandsteinfarbenen Fassade die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich, vermittelt ihm zugleich aber den Eindruck, als stünde es schon seit eh und je an dieser Stelle.
Die 11.000 Gläubigen der Anna-Katharina-Gemeinde finden hier den Mittelpunkt für gemeinsam gelebten Glauben.
Das neue Pfarrheim wird ? dessen bin ich sicher ? das Gemeindeleben bereichern und beleben.
Der Zusammenhalt und die Gemeinschaft werden weiter gestärkt und gefördert werden.
Ich wünsche dem neuen Pfarrheim, dass es allzeit zufriedene und fröhliche Menschen beherbergt, die gut miteinander auskommen und schöne Stunden dort verbringen.
Aktuelles
-
Freiheit heißt Verantwortung
Rede zum Stadtempfang am 12. März 2012 -
"Geburtenknick schlägt durch"
Coesfeld. Der demografische Wandel ist inzwischen auch in Coesfeld voll angekommen, wie die... -
Schwerter zu Kipper - gelungene Konversion in Coesfeld
Coesfeld. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Karl-Josef Laumann besuchte mit dem...

