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"wellcome" für Familien

(Hinweis: das folgenden Grußwort wird wegen der Inhalte hier zur Kenntnis gegeben, obwohl es in freier Rede der Situation angepasst grundlegend geändert wurde.)

Mein Grußwort möchte ich mit einem Zitat von Adolf Kolping beginnen, weil er ausdrückt was beim wellcome-Projekt aber auch sonst im Mittelpunkt stehen sollte:

?Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet,
das letzte, wonach er die Hand ausstreckt,
das kostbarste, was er im Leben besitzt,
ist die Familie.?

Ich finde, eindrucksvoller und schöner lässt es sich kaum sagen, was die Familie für den Menschen bedeutet. Und weil sie uns soviel bedeutet, müssen wir sie pflegen, müssen wir sie fördern und unterstützen, müssen wir sie wertschätzen ? jeder einzelne von uns, aber auch die Gesellschaft insgesamt.

Familien sind heute kleiner und häufiger alleingestellt; vielleicht auch allein gelassen. Denn Familien wie zu Zeiten Adolf Kolpings, sprich Großfamilien, haben heute Seltenheitswert. Auch eine funktionierende Nachbarschaft in dem Sinne, dass dort intensive Unterstützung zu erwarten ist, ist seltener geworden.

Umso wichtiger ist die engagierte Arbeit, die hier in Coesfeld alle Beteiligten leisten, um Familien wirksam und effektiv zu stärken.

Zu nennen ist hier v.a. das St.-Vincenz-Hospital, der Bunte Kreis Münsterland, das Mehrgenerationenhaus FBS, aber auch der Sozialdienst katholischer Frauen skf sowie die Diakonie und das städtische Jugendamt.

-    Was mich besonders überzeugt ist, dass die Arbeit bei den Bedürfnissen der Familien ansetzt. Es geht um ?Dasein, Zuhören, Verstehen?, es geht um lebensnahe Hilfe.

-    Was mich zudem überzeugt ist,
dass wir oder vielmehr die FBS direkt von den vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen der Wellcome gGmbH profitieren kann. (Frau Volz-Schmidt hat das eindringlich präsentiert.)

-    Überzeugt hat mich auch die Tatsache, dass
eine einzige Anlaufstelle dass Ziel ist. Hier im Mehrgenerationenhaus FBS mit seinem offenen, freundlichen Charakter möglichst viel zu bündeln und aus den Erfahrungen neue Angebote zu entwickeln ist ein überzeugendes Konzept, z.B. für Familien mit besonderen Bedarfen.

-    Überzeugt hat mich zudem,
dass ehrenamtliche Kräfte eingebunden sind. Sie bringen Lebenserfahrung und Know how gleichermaßen mit, sie verzahnen Haupt- und Ehrenamt.

-    Überzeugt hat mich nicht zuletzt,
dass es um die frühe Förderung von Kindern geht und um die Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern.

Das Wellcome-Projekt ergänzt weitere Projekte des Arbeitskreises ?Aktiver und vorbeugender Kinderschutz? der eben genannten Institutionen.
Erstens das Projekt ?Willkommensgruß
Der Willkommensgruß (in Form eines handlichen Ordners) enthält nützliche Informationen und Hilfestellungen für junge Familien. Er wird ebenfalls vom Mehrgenerationenhaus allen Eltern von Neugeborenen übermittelt.

Zweitens das Projekt ?Guter Start?
Es nimmt über den Bunten Kreis Münsterland direkt im Krankenhaus Funktionen eines sozialen Frühwarnsystems wahr. Die Mitarbeiterin dort knüpft Kontakte zu Müttern und Familien, zeigt  Unterstützungsmöglichkeiten durch die verschiedensten Institutionen auf und vermittelt - Denn die Unterstützenden Angebote sind da. Häufig mangelt es an der Information oder auch der Kraft, diese in Anspruch zunehmen.

Drittens das Projekt Kindeswohlgefährdung
Das ist ein Jugendamtsinternes Verfahren zum Umgang mit Kindeswohlgefährdung.
Viertens das Projekt Bereitschaftsdienst
Es ist ein besonderer interkommunaler Bereitschaftsdienst außerhalb der Dienstzeiten der Stadtverwaltung eingerichtet.

Der Zug ?Familien-Unterstützung? ist in Coesfeld in Bewegung und hat gewaltig an Fahrt aufgenommen.

Ein wichtiger, unentbehrlicher Motor und Partner ist Frau Wißmann, ist die FBS, ist das Coesfelder Mehrgenerationenhaus. Wir brauchen Sie, denn wir werden als Stadt, als ?Amt? ? da können wir uns noch so modern als Dienstleister präsentieren ? nie so unbefangen wahrgenommen wie ein Haus mit dieser Atmosphäre und diesem Charakter.

?Niederschwellig? nennt man das in der Fachsprache.
Auch deshalb mussten wir uns in der Frage der ?Unterstützung des Wellcome-Antrages von der FBS? in den politischen Gremien NICHT streiten: Einstimmig hat der Ausschuss für eine Förderung gestimmt. Die 15.000 ? für drei Jahre sind sehr gut investiertes Geld.
Und so wünsche ich dem Coesfelder Wellcome-Projekt für seine heute startende Arbeit viel, sehr viel Erfolg.

Ich bin mir sicher, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen dazu führen werden, die Lebenssituation von Familien in Coesfeld weiter zu verbessern.
Damit können wir ? hoffentlich - noch stärker als bisher junge Menschen ermutigen, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Dies ist unser gemeinsames Ziel!

 

 



Es lohnt sich für uns und unsere Zukunft

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